FVBUSICOULOUR 15
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Zu Fuß durch Norwegen

Neue und sehr schöne Bilder hat Honk18 hochgeladen. Es sollte eine 3 wöchige Trekkingtour durch Norwegen  werden, aber leider spielte das Wetter nicht mit. Lest seinen kurzen Reisebericht  selbst.

Hardangervidda 2008_10

Hatten am zweiten Wandertag dermaßen schlechtes Wetter, dass wir abbrechen mussten. Am ersten Tag hatte es schon geregnet, da ging es aber noch, am zweiten Tag mussten wir dann einige Berge (1400m) überqueren und in den Talkesseln hingen die Wolken auf unserer Höhe, nach zwei Stunden wandern hat es dann angefangen zu regnen und nicht mehr aufgehört. Ausgewiesen war die nächste Hütte nach acht Wanderstunden, wir waren nach zehn Stunden aber immer noch 7 Kilometer davon entfernt, insgesamt waren es 17 Kilometer (alles Luftlinienentfernung!!!!) zu der Hütte. Wir mussten dann über ein Schneefeld wo ein Schmelzwasserfluss darunter verlief, bei Sichtweisen von 100m war uns das aber zu gefährlich und der nächste Anstieg danach war auch schon zu sehen. Außerdem waren wir zu dem Zeitpunkt schon klitsch nass, sogar in den Schuhen stand das Wasser. Haben dann eine Stunde nach einen Zeltplatz gesucht, was auf nem Berg nicht grade einfach ist. Mit Mühe und Not haben wir das Zelt aufgebaut bekommen, weil wir echt kein Gefühl mehr in den Fingern hatten. Da war die Stimmung auf dem Tiefpunkt, weil wir keine trockenen Klamotten mehr hatten. Drei Mädels waren aber in der gleichen Lage. Nachdem wir ne Stunde im Schlafsack lagen kamen die an, wollten auch zur nächsten Hütte, hätten das aber nicht mehr geschafft, haben uns dann zu fünft in unserem kleinen Zelt die Nacht rumgeschlagen. Die Mädels sind dann gleich früh wieder zurück, wir haben uns noch ein wenig das Wetter angeguckt, aber es wurde nicht besser, also mussten wir mit nassen Klamotten den Rückweg antreten. Auf dem Rückweg hat dann mein Knie auch noch Probleme gemacht, für mich war also alles beendet, weiter wandern ging damit nicht, also hatte ich mich entschlossen den Resturlaub dann lieber mit meiner Freundin zu verbringen. Hab dann recht günstig einen Rückflug gebucht bekommen. Kollege ist noch oben geblieben und ist zum zweiten Nationalpark aufgebrochen, er hat mich aber gestern Abend angeschrieben, dass er auch wieder zurück ist, die haben für seine Region auch wieder Dauerregen angekündigt. Insgesamt war es schon ein schöner Urlaub und eine atemberaubende Landschaft, beim nächsten mal, dann aber lieber doch nur Tagesausflüge in die Natur, die Grenzerfahrung reicht mir erstmal. Das schlimme war, wir waren kurz davor die Bergrettung anzurufen, weil wir kein Zeltplatz gefunden haben, aber es gab kein Handyempfang, unser Zelt hatten wir nachher krum und schief auf steinigem Boden aufgeschlagen, die Nacht war also nicht wirklich bequem.

 
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